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Der Untergang des Weströmischen Reichs

Beitrag von Kati (11), Klasse 6d, Berlin, am 22. März 2011, 19.02 Uhr

Das eigentliche Weströmische Reich - auch Westrom oder Westreich genannt - entstand im Jahr 395 n. Chr. aus einer letzten Teilung des Römischen Reiches unter den beiden Söhnen Kaisers Theodosius I. Der ältere von beiden - Arcadius - herrschte in Konstantinopel über "Ostrom", und Honorius regierte zunächst von Mailand, dann von Ravenna aus über "Westrom".
Doch bereits nach dem Tod Konstantins I., 337 n. Chr., waren die beiden Hälften des Römischen Reichs zumeist von mindestens zwei Kaisern regiert worden.
 



 
Kaiser Theodosius I.
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Urheber: Erine
 
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Kaiser Valens - Römischer Kaiser im Osten in den Jahren 364 bis 378
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Obwohl das Weströmische Reich nur 81 Jahre bestand, hatte es insgesamt zwölf Herrscher. Der langsame, aber unaufhaltsame Zerfall des Römischen Reiches im Westen war Ergebnis von vielen verschiedenen Faktoren. Es wird vermutet, dass Mängel in der Verwaltung und in der Armee zum Untergang des Weströmischen Reiches beigetragen haben. Zu einem ganz wesentlichen Teil geht dies auf den großen / grossen Einfluss der Hunnen zurück. Diese hatten ganz Europa verändert. Das zentrale Ereignis in diesem Zusammenhang ist ohne Zweifel die Schlacht von Adrianopel im Jahr 378 n. Chr., in deren Folge das Römische Reich zunehmend die Kontrolle über seine westlichen Provinzen verlor. Aber nicht nur die Hunnen, auch andere eindringende Stämme brachten das Weströmische Reich in sehr starke Bedrängnis. So gingen beispielsweise Mitte des
5. Jahrhunderts n. Chr. große / grosse Teile Galliens und Spaniens an die Germanen, Franken, Goten und Vandalen. Ein besonders herber Verlust für das Weströmische Reich stellte jedoch insbesondere der Verlust der Afrikanischen Einflussgebiete an die Vandalen im Jahr 435 n. Chr., wobei jedoch die Stadt Rom bereits 410 n. Chr. durch die Westgoten, später auch durch die Vandalen geplündert wurde.
 
Besonders umstritten ist in diesem historisch schwierigen Zusammenhang immer noch die Fragen nach den konkreten Prozessen, die zum kompletten Ende des Weströmische Reiches geführt haben. In der Folge dieses Zerstörungsprozesses kam es zur Herausbildung einer ganzen Reihe germanischen Staaten, welche wiederum spätestens seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. als vollkommen freie Staaten gelten konnten.
Interessanterweise bestand das Römische Heer schon lange nicht mehr nur aus einzelnen Bürgern Roms, sondern auch immer mehr aus barbarischen Söldnern. Hinzu kommt, dass in Anbetracht der riesigen Bedrohung die gesamte Stärke der Römischen Armee nicht mehr ausreichte, um an den verschiedenen Fronten erfolgreich Krieg führen zu können.
Des Weiteren gab es auch zahlreiche innenpolitische Probleme. Immer häufiger zeigte sich, dass die Römische Verwaltung mit den Jahren nur noch wenig effizient arbeitete. Auch ging es der Wirtschaft immer schlechter und die finanzielle Lage dieses riesigen Römischen Reiches wurde immer schwächer.
 

Viele Germanen bekleideten hohe Positionen im Heer und in der Zivilverwaltung. Nur der Thron blieb ihnen verwehrt. Weströmischer Kaiser durfte nur ein Römer werden. Doch beim Ringen um die Macht kämpften Germanen längst in der vordersten Reihe. So herrschte der Heerführer Ricimer über Rom durch von ihm abhängigen Monarchen. Er setzte Kaiser ein und stürzte sie wieder, wenn sie sich seinem Einfluss entziehen wollten.
Nach vielen Berichten endete das Weströmische Reich im August 475 n. Chr. mit der Vertreibung des letzten Weströmischen Kaisers Julius Nepos.
 

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