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2005 – Das Albert Einstein Jubiläum - 50. Todestag und 100 Jahre Relativitätstheorie

Er war ein mittelmäßiger / mittelmässiger Schüler, brauchte mehrere Anläufe für seine Promotion und stellte trotzdem das bisherige Weltbild der Physik auf den Kopf.
 

Albert Einstein ist wohl der bekannteste und berühmteste Wissenschaftler. Jeder kennt von ihm Bilder, auf denen er mit ganz wirren Haaren zu sehen ist oder sogar die Zunge ausstreckt. Aber wer war Albert Einstein eigentlich und warum ist er so berühmt geworden?

1879 wurde Albert Einstein als Sohn eines jüdischen Kaufmannes in Ulm geboren. Als Kind war er viel zu dick, besuchte die Volksschule und anschließend / anschliessend das Gymnasium. Insgesamt machte ihm die Schule nicht viel Spaß / Spass und er war auch nur ein mittelmäßiger / mittelmässiger Schüler. Die Schule verließ / verliess er ohne Abschluss im Alter von 15 Jahren. Richtig Spaß / Spass hatte er nur an den Naturwissenschaften, also z.B. Mathematik und Physik. Hierfür interessierte er sich schon seit frühester Kindheit.

Albert Einstein 1921
Quelle des Bildes: wikipedia (Public Domain / Gemeinfreiheit)
 
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Nachdem er die Schule verlassen hatte, verbrachte er einige Jahre mit seinen Eltern in Mailand. Nach einem weiteren Umzug in die Schweiz schaffte er dann doch noch seinen Schulabschluss und studierte in Zürich Mathematik und Physik, um ein Diplom als Fachlehrer hierfür zu bekommen.

 

Aber Lehrer ist er nie geworden, sondern 1902 ging er dann nach seinem erfolgreichen Studium zum Schweizer Patentamt nach Bern und wurde dort „Technischer Vorprüfer“.

Alle Erfinder mussten ihre neuen Ideen bei ihm vorstellen und Albert Einstein hatte nach gründlicher Prüfung und Überlegung zu entscheiden, ob die Ideen so viele neue technische Inhalte hatten, dass dafür ein Patent erteilt werden konnte.

 

Einstein als Jugendlicher
Quelle des Bildes: wikipedia (Public Domain / Gemeinfreiheit)
 
Albert Einstein 1930
Quelle des Bildes: wikipedia / Genehmigung: Bundesarchiv

Diese Arbeit machte ihm Spaß / Spass, aber sie war nicht aufregend genug. Er dachte neben seinem Beruf immer weiter über bisher ungelöste physikalische Probleme und Rätsel nach und schrieb hierzu auch viele wissenschaftliche Artikel. Seine Ideen, Beweisführungen und technischen Entwicklungen waren so gut und von so grundsätzlicher Bedeutung, dass wir ohne ihn heute vielleicht kein Navigationssystem oder digitale Kameras kennen würden.

 

1905 war sein bestes Jahr, denn in diesem Jahr veröffentlichte er seine fünf wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten, die die Grundsteine für seine bahnbrechenden Quanten- und Relativitätstheorien waren.
 


Die Formel   E = m . c²   ist wohl die berühmteste Formel der Physik und definiert gleichzeitig die zentrale Überlegung der ebenfalls weltweit bekanntesten und berühmtesten Theorie: der Relativitätstheorie.

Was die Relativitätstheorie wirklich beinhaltet, darüber streiten sich noch immer die Wissenschaftler. Aber wir erklären es euch an diesem Beispiel:

 

Wenn ihr auf der Autobahn mit 100 km/h schnell fahrt, so fliegen die Bäume am Straßenrand / Strassenrand nur so an euch vorbei. Wenn ihr jetzt mit dieser Geschwindigkeit ein fast gleich schnelles Auto überholt, so kommt es euch vor, als wenn ihr nebeneinander stehen würdet. Ihr könnt genau sehen was die anderen in ihrem Auto machen und habt sogar Zeit, z.B. Grimassen zu schneiden. Wenn euch aber jetzt ein anderes Auto mit ebenfalls 100km/h entgegenkommt, so meint man in diesem Moment dass man mit doppelter Geschwindigkeit, also 200 km/h unterwegs wäre, weil beide Autos blitzschnell aneinander vorbei sind.

 

Aber wie so oft, werden neue Ideen nicht sofort richtig erkannt. Albert Einstein musste noch viel erklären und durch wissenschaftliche Berechnungen und Versuche beweisen, bevor er schließlich / schliesslich 1921 den Nobelpreis für Physik bekommen hatte, und zwar für seine Arbeit zum „Photoeffekt“, die ebenfalls auf erste Veröffentlichungen in seinem Wunderjahr 1905 zurückgehen. Diese Theorie konnte vom ihm aber erst 1919 in einem praktischen Versuch während einer Sonnenfinsternis bewiesen werden.

 

Nach 1905 veränderte sich das Leben von Albert Einstein. 1907 erhielt er nun doch seine Habilitation der Universität Bern, nachdem diese im Vorjahr noch abgelehnt worden war. 1909 verließ / verliess er das Patentamt und wurde Professor für theoretische Physik in Zürich. 1914 wurde er dann an die damals sehr bekannte Preußische / Preussische Akademie der Wissenschaften in Berlin geholt.
 


Da Einstein Jude war und seine wissenschaftlichen Arbeiten nicht jedem recht waren, wurde er in den Jahren ab 1920 immer mehr angefeindet, so wie es auch allgemein den Juden gegenüber in Deutschland üblich wurde. Getrieben von den politischen Verhältnissen und Geschehnissen im Nazi-Deutschland verließ / verliess Albert Einstein im Dezember 1932 Deutschland und wanderte nach Amerika aus. Weil seine Theorien auch für die Entwicklung der Atombombe gebraucht werden konnten, hatte Albert Einstein Angst, dass eine solche Bombe von Deutschland im Zweiten Weltkrieg entwickelt und eingesetzt werden könnte. Deshalb schrieb er an den amerikanischen Präsidenten Roosevelt und erhielt den Auftrag, vorsichtshalber die Atombombe für Amerika zu entwickeln. Bis zu seinem Tode im Jahre 1955 ist er auch nie wieder nach Deutschland zurückgekommen.

 


Wenn ihr mehr über Albert Einstein und seine berühmten Arbeiten wissen wollt, dann empfehlen wir euch

1)      Radio „Deutschlandfunk“ mit seinen drei Sendungen
Einstein und der Kosmos, 25.03.2005
Einstein und die Gravitation, 27.03.2005
Einstein und die Quantentheorie, 28.03.2005

 

2)      aus vielen tausend  Adressen im Internet die folgenden:

www.einstein-website.de/z_kids/refmarquardt_inhalt.html

www.einstein-website.de/z_kids/druckseiten/d_biographiekids.html.

 

 

von Lennard und Lewin
 

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